Post von drinnen I: Sauberkeit muss sein?

Gerade mache ich mich auf, um den Blog zu aktualisieren, schaue kurz in den Briefkasten – und sehe: ein Brief von Jörg ist da, heute, am 30.09.2010. Sauber scheint es „drinnen“ ja zu sein. Jörg schreibt:

Transparente vor dem Knast in Gießen anläßlich der Inhaftierung von Jörg28.9. 9.55, es klopft. Ein Beamter bittet mich auf den Flur, wo ich ein Weilchen herumstehe und dem Hausarbeiter zusehe, der täglich um ungefähr diese Zeit den Flur wischt – alle 24 Stunden bekommt hier jeder Flur einen Bannstrahl gegen das Verderben von Dreck und gefühlter Unordnung. Drinnen in „meinem Zimmer“ (Zelle) stöbert der Beamte herum. Das ist auch eine der Routinen, die zum Knast gehören. Es findet nichts Schlimmes, aber ermahnt mich zu mehr Sauberkeit. Nicht dass irgendwo Dreck herumliegt in auffälliger Weise. Sie sind einfach stolz auf ihr schönes Haus, das sie durch einzelne Krümel oder Fusseln in Gefahr sehen.

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