Eindrücke aus 5 Wochen Knast

Aufgeschrieben, damit ich es nicht immer wieder neu schreiben muss … ich hoffe, das ist okay, dass Ihr diesen Text als schnöde Kopie erhalten …

Was mache ich im Knast? Ich schreibe inzwischen ganz intensiv an Büchern. Die sind in einem unterschiedlichen Stadium – aber jeden Werktag gehe ich ab 7.30 Uhr in einen dafür . . . → Read More: Eindrücke aus 5 Wochen Knast

Jörgs Fenster

„Was sehe ich, wenn ich aus dem Fenster blicke?

Na, da setze ich mich doch mal davor: Das zentrale: Ich gucke auf den geschlossenen Vollzug, also den eigentlichen Knast. Da ich ja im 2. Stock untergebracht bin, kann ich schräg über die Mauer durch drei Rollen NATO-Draht schauen und sehe Teile des Gefängnishofes, der . . . → Read More: Jörgs Fenster

Knast … ist doof und macht dumm

18.10.2010 – Unglaublich, aber wahr. Heute morgen habe ich zum ersten Mal hier im Knast am Laptop sitzen und Texte schreiben, korrigieren und layouten können. Welch eine Erleichterung gegenüber den immerhin ja schon dreieinhalb Wochen, die ich hier verbracht habe und viele, viele Stunden ziemlich handlungsunfähig herumsaß. Gut – ich habe viele Bücher gelesen. Auch . . . → Read More: Knast … ist doof und macht dumm

12.10.2010 15:45 – Warten auf Entscheidung – Knastbericht von Jörg

Jörg schreibt in einem zweiseitigen Brief vom 12.10.2010 15:45 :

Ich nehme doch wieder Zettel und Stift, um – nach einigen Tagen Pause – mal wieder einen Bericht nach draußen zu verfassen. Denn eigentlich hatte ich die Hoffnung, endlich wie mit einem Computer arbeiten zu können. Vor über einer Woche war das ja von . . . → Read More: 12.10.2010 15:45 – Warten auf Entscheidung – Knastbericht von Jörg

6.10.2010: „Der Skandal ist nicht, dass ich im Knast bin!“

Erwartet hätte ich ja nicht, noch mal einen Bericht per Hand verfassen zu müssen – aber es sind jetzt 26 Stunden seit dem Konferenzbeschluss vergangen und bislang ist nichts passiert. Ich habe auch den Eindruck, dass nicht alle BeamtInnen hier damit zufrieden sind und so eine Art Bummelstreik durchführen. Denn natürlich bedarf es noch einiger . . . → Read More: 6.10.2010: „Der Skandal ist nicht, dass ich im Knast bin!“

Verstärkte Überwachung von GentechnikkritikerInnen ..?

3. Oktober 2010

Drei Tage habe ich schon nichts mehr notiert – aus doppeltem Grund. Zum einen war ja seit Donnerstag klar, dass ich in den Tagen danach Ausgang haben würde – am Wochenende noch knapp, so dass ich am Freitag eine Stunde in Gießen nutzte, um noch einmal alles für einen Schreib-Arbeitsplatz nicht weit . . . → Read More: Verstärkte Überwachung von GentechnikkritikerInnen ..?

Post, Persönliches – und Arbeit im Knast

Jörg schreibt in einem Brief:

Es ist wie ein Flash. Noch immer wühle ich mich duch den Postberg des heutigen Tages. 14 Briefe, 3x taz, 1x Bauernstimme und 10x Ausgabe der Mellifera-Zeitung. Die Briefe habe ich verschlungen. Wie schön – aber warum kommen die alle an einem Tag, obwohl die an unterschiedlichen losgeschickt wurden? . . . → Read More: Post, Persönliches – und Arbeit im Knast

Gastbeitrag:Annette Schlemm “Aktivist Jörg Bergstedt in Haft”

Wir haben es lange befürchtet, aber nun ist es soweit. Jörg Bergstedt von der Projektwerkstatt Saasen musste am 23.9. seine Haft antreten (Indymedia dazu, besonders interessant: die Frankfurter Rundschau dazu). Wer sich angesichts der vielen Berichte über Justizwillkür in der verflossenen DDR aufregt, sollte sich endlich die Zeit und Nerven nehmen, und sich informieren, . . . → Read More: Gastbeitrag:Annette Schlemm “Aktivist Jörg Bergstedt in Haft”

Jörg bleibt im Offenen

Die Konferenz ist vorbei. Gegenüber gestern hat sich nichts geändert, aber klar ist danach immer noch nur eines: Ich bleibe im offenen Vollzug und werde von Freitag bis Sonntag 9 Stunden Ausgang haben. Mein Plan: Ein Kurzausflug in Gießen, um dort die vorangefragten Arbeitsplatzmöglichkeiten klarzumachen. Dann Samstag die Reststunden alle zusammenpacken und nach Saasen radeln. Dort unter anderem den Layoutrechner nochmal mit ergänzten Dateien füttern und nach Gießen dorthin schaffen, wo ich ab Montag dann hoffentlich die Arbeit an „Monsanto auf Deutsch“, dem geplanten Buch über die Gentechnikteilschaften, wieder aufnehmen kann. Doch wie das genau wird, das scheint immer noch unklar. Meine Arbeitszeit soll wohl geteilt werden. Ein Teil hier als Knastarbeiter, ein Teil draußen als Schriftsteller. Aber wie das aufgeteilt wird klärt sich wohl frühestens morgen. . . . → Read More: Jörg bleibt im Offenen

Halbe-halbe …?

In einem Brief, der am 27.09.2010 ankam, schreibt Jörg:

Ich kann noch ein Weilchen nicht hier raus. Aber die Gespräche heute hier mit Zuständigen im Knast zeigten doch eher, dass ganz so automatisch es nichts wird mit dem Bemühen des Staatsschutzes, mich hier „abzuschießen“. Erstmal ist ein Plan am Horizont erkennbar, der morgen in der Konferenz (wurde jetzt doch auf Donnerstag gelegt) zur Diskussion gestellt wird und ungefähr so ausfallen wird: 1/2-Tagsjob im Knast, 1/2-Tagsjob darf ich dann – hoffentlich draußen – Buch schreiben, ca. 25 – 35 Stunden pro Woche habe ich zudem zur freien Verfügung (auch draußen). Und für den Rest bekomme ich „meinen“ Laptop auf die „Zelle“ (also das Zimmer im offenen Vollzug).

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