Post, Persönliches – und Arbeit im Knast

Jörg schreibt in einem Brief:

Es ist wie ein Flash. Noch immer wühle ich mich duch den Postberg des heutigen Tages. 14 Briefe, 3x taz, 1x Bauernstimme und 10x Ausgabe der Mellifera-Zeitung. Die Briefe habe ich verschlungen. Wie schön – aber warum kommen die alle an einem Tag, obwohl die an unterschiedlichen losgeschickt wurden? . . . → Read More: Post, Persönliches – und Arbeit im Knast

Jörg bleibt im Offenen

Die Konferenz ist vorbei. Gegenüber gestern hat sich nichts geändert, aber klar ist danach immer noch nur eines: Ich bleibe im offenen Vollzug und werde von Freitag bis Sonntag 9 Stunden Ausgang haben. Mein Plan: Ein Kurzausflug in Gießen, um dort die vorangefragten Arbeitsplatzmöglichkeiten klarzumachen. Dann Samstag die Reststunden alle zusammenpacken und nach Saasen radeln. Dort unter anderem den Layoutrechner nochmal mit ergänzten Dateien füttern und nach Gießen dorthin schaffen, wo ich ab Montag dann hoffentlich die Arbeit an „Monsanto auf Deutsch“, dem geplanten Buch über die Gentechnikteilschaften, wieder aufnehmen kann. Doch wie das genau wird, das scheint immer noch unklar. Meine Arbeitszeit soll wohl geteilt werden. Ein Teil hier als Knastarbeiter, ein Teil draußen als Schriftsteller. Aber wie das aufgeteilt wird klärt sich wohl frühestens morgen. . . . → Read More: Jörg bleibt im Offenen

Halbe-halbe …?

In einem Brief, der am 27.09.2010 ankam, schreibt Jörg:

Ich kann noch ein Weilchen nicht hier raus. Aber die Gespräche heute hier mit Zuständigen im Knast zeigten doch eher, dass ganz so automatisch es nichts wird mit dem Bemühen des Staatsschutzes, mich hier „abzuschießen“. Erstmal ist ein Plan am Horizont erkennbar, der morgen in der Konferenz (wurde jetzt doch auf Donnerstag gelegt) zur Diskussion gestellt wird und ungefähr so ausfallen wird: 1/2-Tagsjob im Knast, 1/2-Tagsjob darf ich dann – hoffentlich draußen – Buch schreiben, ca. 25 – 35 Stunden pro Woche habe ich zudem zur freien Verfügung (auch draußen). Und für den Rest bekomme ich „meinen“ Laptop auf die „Zelle“ (also das Zimmer im offenen Vollzug).

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Knastbericht II

27.9., das Wochenende ist rum. Die Langweile, zentrales Element im Knast, ist überall hineingekrochen in mein Leben. Wenn alles glatt läuft, trifft es mich ja nur 8 Tage, bis ich erstmals raus kann. Begegnungen mit anderen Gefangenen sind im offenen Vollzug noch seltener als im geschlossenen. Arbeiten oder irgendwies raus, sich im langweiligen Gießen rumtreiben. . . . → Read More: Knastbericht II

Post von drinnen II: Will der Staatsschutz Jörg im Geschlossenen sehen?

Dass man beim Staatschutz Gießen auf Jörg nicht gut zu sprechen ist, darf als gesichert gelten. Und dass man dort nicht unglücklich ist über seine Inhaftierung, ebenso. Nachdem Jörg nun seit einer Woche im offenen Vollzug sitzt, gibt es Hinweise darauf, dass der Staatschutz daran arbeitet, den Projektwerkstättler in den Geschlossenen zu befördern. . . . → Read More: Post von drinnen II: Will der Staatsschutz Jörg im Geschlossenen sehen?

Post von drinnen I: Sauberkeit muss sein?

Gerade mache ich mich auf, um den Blog zu aktualisieren, schaue kurz in den Briefkasten – und sehe: ein Brief von Jörg ist da, heute, am 30.09.2010. Sauber scheint es „drinnen“ ja zu sein. Jörg schreibt:

28.9. 9.55, es klopft. Ein Beamter bittet mich auf den Flur, wo ich ein Weilchen herumstehe und dem Hausarbeiter . . . → Read More: Post von drinnen I: Sauberkeit muss sein?

Knastbericht I

23. September Nun denn. 21.00 Uhr. Erster Abend. Draußen ist es dunkel, drinnen langweilig. Wie der ganze Tag vorher. Bei der Demo war viel Presse in der Gutfleischstraße – aber nur, weil gegenüber gegen den Jugendlichen verhandelt wurde, der seine Schwester umbrachte, als die ihm Computerspiele untersagen wollte. Heute ist noch gar nichts passiert, was irgendwie andeutet, wie es weitergeht. Der Laptop steht in der „Kammer“ (Marteriallager eines Knastes) und wartet darauf, dass „Leute, die mehr verdienen als ich“ (O-Ton Kammerchef) darüber entscheiden. . . . → Read More: Knastbericht I

Radio-Beitrag, 23.09.2010: Gen-Aktivist ab heute im Knast

Radio-Beitrag auf Radio LORA

Weggesperrt! Heute (23.09.2010) um 14 Uhr 30 war Haftantritt für den radikalen Herrschaftskritiker Jörg Bergstedt. Als Anarchist und Ökoaktivist war er an einem Genfeld aufgegriffen worden und angezeigt, weil er gemeinsam mit drei Mitstreitern ein Versuchsfeld der Justus-Liebig-Universität zerstörte. Vor laufender Kamera durchtrennten die Aktivisten den Zaun und rupften einen Teil . . . → Read More: Radio-Beitrag, 23.09.2010: Gen-Aktivist ab heute im Knast

Haftantritt für Gentechnikgegner

Ein Artikel auf indymedia vom 23.09.2010 berichtet über Jörg’s Inhaftierung und begleitende Aktionen.

Heute war es so weit. Nachdem die Staatsanwaltschaft den Antrag auf Haftaufschub als unbegründet abgewiesen hat, sind nun alle juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft und der Antigentechnikaktivist Jörg Bergstedt musste heute um 15.00 Uhr seine sechsmonatige Haft im Gießener Gefängnis antreten. Er hatte 2006 . . . → Read More: Haftantritt für Gentechnikgegner

Kein Haftaufschub

Es ist nur konsequent. Das Verfassungsgericht hat die Beschwerde gar nicht angenommen – also wie das Revisionsgericht einfach ohne Prüfung weggehauen. Die Staatsanwaltschaft hat den Antrag auf Haftaufschub als unbegründet abgelehnt (also dass ich gerade noch an einem Buch schreibe, Verteidiger von Cecile in ihrem Verfahren in Dannenberg bin usw. – ist alles egal, wenn . . . → Read More: Kein Haftaufschub

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