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		<title>Keine NutzerInnen</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Sep 2012 15:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Heit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weggesperrte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dieser Blog soll denjenigen ein Werkzeug sein die momentan im Knast oder anderen Wegsperreinrichtungen sitzen. Ziel ist es das per Brieftandem Leute für die Gefangenen die Plattform zur Veröffentlichung bedienen. Momentan wird der Blog von keinem/r Weggesperrten genutzt, wenn sich das wieder ändert werdet ihr unter dieser Seite aktuelle Berichte finden.</p> <p>Sollte euch vorher bekannt <span style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/2012/09/01/449/">Keine NutzerInnen</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Blog soll denjenigen ein Werkzeug sein die momentan im Knast oder anderen Wegsperreinrichtungen sitzen. Ziel ist es das per Brieftandem Leute für die Gefangenen die Plattform zur Veröffentlichung bedienen. Momentan wird der Blog von keinem/r Weggesperrten genutzt, wenn sich das wieder ändert werdet ihr unter dieser Seite aktuelle Berichte finden.</p>
<p>Sollte euch vorher bekannt sein das ihr demnächst in den Knast geht oder solltet ihr Tandem für jemandeN sein der gerade im Knast sitzt, meldet euch unter: <a href="mailto:matrix@riseup.net"><strong>matrix@riseup.net</strong></a></p>
<p>Da wir nur sehr wenige Kapazitäten haben die Briefe selbst abzutippen, bitten wir euch nach Möglichkeit vorher schon Unterstützung zu suchen.</p>
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		<title>7 Tage Knast&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jun 2012 16:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Heit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alissa]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Knast]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Weil sie während eines Prozesses gegen eine Boehringegenerin am 13.2.2012 zur Urteilsverkündung nicht aufgestanden ist, musste Alissa vom 20.4. bis 27.4 eine Ordnungsstrafe im Frauengefängnis schwäbisch Gmünd absitzen. Während ihrer Haft hat Alissa ihre Eindrücke und Erlebnisse aufgeschrieben und zeichnerisch festgehalten. Im folgenden findet ihr eine Zusammenfassung dieses Berichts, sowie einige Zeichnungen, die einen persönlichen <span style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/2012/06/30/7-tage-knast/">7 Tage Knast&#8230;</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Weil sie während eines Prozesses gegen eine Boehringegenerin am 13.2.2012 zur Urteilsverkündung nicht aufgestanden ist, musste Alissa vom 20.4. bis 27.4 eine Ordnungsstrafe im Frauengefängnis schwäbisch Gmünd absitzen.<br />
Während ihrer Haft hat Alissa ihre Eindrücke und Erlebnisse aufgeschrieben und zeichnerisch festgehalten. Im folgenden findet ihr eine Zusammenfassung dieses Berichts, sowie einige Zeichnungen, die einen persönlichen Einblick in Alissas Knastzeit geben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-536"></span></p>
<p>Mir war klar, dass ich die 300 Euro nicht zahlen will, weil ich keinen Bock habe irgendwelche Repressionskassen zu füllen. Ich denke, dass das eine schwierige Entscheidung ist und ich würde auch keine_r Vorwürfe machen wollen, wenn zahlen. Ich für mich nahm allerdings an, dass mein Gefühl nach Zahlung des Geldes ein blöderes wäre, als beim Absitzen. Außerdem hatte ich mir schon länger vorgenommen mir mal so eine Ordnungshaft zu holen um so einen grausamen Knast mal von innen zu sehen, mich mal selbst hinter die dicken Mauern, die Gitterstäbe und den Stacheldraht begeben wollte um eher nachvollziehen zu könne, wie Menschen dort drinnen empfinden und (über)leben und mehr ein Verständnis zu bekommen, was Haftzeit bedeutet…</p>
<p>Weil ich planen wollte, was ich in den nächsten Wochen/ Monaten tun will, hab ich nach dem ersten Zahlungsbescheid mal beim Amtsgericht Hannover angerufen, gesagt, dass ich nicht zahlen will und gefragt, wann ich dann die Haft antreten soll. Erstmal wollte mich die Justizsekretärin noch von einer Ratenzahlung überzeugen- klar, die wollen Kohle und nicht, dass ich den Kotstullen-Staat noch was koste. Nach mehrmaligen Telefonaten hab ich dann geklärt, dass ich Mitte April in Ordnungshaft gehe. Erst wollte sie mir den Haftbefehl schon Anfang April schicken „am 17. April hab ich aber noch einen Prozess und muss mich davor darauf vorbereiten“ erklärte ich und da war die Justizbeamtin ganz kooperativ „dann werde ich dafür sorgen, dass sie den Haftantrittsbescheid frühestens ab dem 18. April erhalten und dann haben Sie ja noch eine Woche Zeit, innerhalb der Sie antreten müssen“.</p>
<p>Packen und Ankommen<br />
Ich war mir total unsicher, was ich denn nun mitnehmen darf in den Knast und was nicht. Auf dem Haftantrittsbescheid stand zwar bisschen was drauf, aber total unkonkret. Also hab ich angerufen in der JVA Schwäbisch Gmünd. „Für wie lange kommen Sie denn?“- „7 Tage“- „Bei 7 Tagen brauchen sie gar nichts mitbringen, sie bekommen alles nötige von der Anstalt“. Ich hab Widersprochen, gesagt, dass da was anderes in dem Schreiben steht. „In den Bescheiden von Gericht steht meistens was Falsches drin“, hat sie gemeint. Jo, das da Falsches drin steht, da will ich ja garnicht widersprechen, aber dass sich Knast und Justiz widerprechen, das war mir was neues, wo sie doch so eifrig zusammenarbeiten, wenns ums Einschüchtern, Kleinmachen, Anpassen und Ausnehmen geht. Zum Glück hab ich noch immer nicht aufgegeben und angefangen einzeln nachzufragen:<br />
Wie ist das mit Büchern? Papier? Stiften?… 10 Bücher durfte ich mit nehmen wurde mir dann doch gesagt, die durfte ich dann auch tatsächlich mit auf die Zelle nehmen. Ansonsten waren die Angaben immer noch falsch oder lückenhaft wie ich später rausgefunden hab. Nach der Erfahrung würde ich erst einmal den Tipp geben einfach auch mal Sachen mitzunehmen, die mensch gerne dabei hätte, auch wenn nicht klar ist ob die mit rein kommen. Obwohl ich da auch schon gehört habe, dass Gefangene für die Verwahrung zahlen müssten.<br />
Schon diese Erfahrung fand ich ziemlich krass. Wenn ich mich mit der ersten Antwort zufrieden gegeben hätte, das ich nichts mitzunehmen brauche… und ich denke, nicht viele stellen solche Auskünften nochmal in Frage, schließlich redet Mensch da ja eigentlich auch direkt mit den Vollstreckerinnen…<br />
Schon 1 Buch ist was ganz anderes als keins und Bleistift und Papier ziemlich wichtig für mich… zum Glück hatte ich noch einige Buntstifte auf Gut Glück mitgenommen- 10 davon waren erlaubt.</p>
<p>Ich war auch sehr froh, dass ich mir am Morgen auch noch die Uhr eines Mitbewohners ausgeliehen hatte, denn der Wecker musste im „Habe“ bleiben (genauso wie mein Kuscheltier „Pirathäschen“, mitgebrachte Zahnpasta, Füller, Wasserfarben…). Und die Uhrzeit zu wissen, das war während der Haftzeit ziemlich wichtig für mich.</p>
<p>Was ich während des Eingesperrt-seins erlebt und durchlebt habe, was ich für Erfahrungen machte und welche Eindrücke ich mitnahm, das möchte ich im Folgenden durch Zitate ausschnitthaft, angerissen und umrissen wiedergeben. Ich hab jeden Tag geschrieben, insgesamt um die 30 Seiten von Hand, aus denen ich nun rauspicken werde, was ich mit anderen teilen und weitergeben möchte:</p>
<p>„Dass ich meine Unterschrift [bei der Aufnahme in der „Kammer“] nicht unter den Papierkram setzen wollte hat sie wütend ge„Wenn sie gleich so anfangen, werden Sie noch sehen, was sie davon haben. Sie werden sehen, Ihr Verhalten wird auf Sie zurückfallenmacht. “ oder ähnliches haben sie zu mir gesagt. „Sie sind so eine gegen den Staat und Alles oder was?“, wurde ich gefragt. Mich danach vor Ihnen auszuziehen, zu duschen, nach Binden oder Tampons fragen zu müssen, das war schon erniedrigend. Plötzlich hab ich mich nicht mehr so stark und widerständig gefühlt…“</p>
<p>Bei dem Arztbesuch wurde mir Blut abgenommen, wegen einem Tuberkulosetest. Ich wusste nicht, ob ich das verweigern kann, habs einfach mit mir machen lassen. Angeschrien hat sie mich, weil ich vergessen hatte (ohne dass ich danach gefragt wurde) zu sagen, dass ich Kontaktlinsen habe und als ich gesagt habe, dasss ich vegan lebe, da hat sie gesagt, dass es das hier nicht gebe „ist ja kein Hotel hier“- „nein ein Knast“ bestätigte ich. Danach wurde ich in den Aufenthaltsraum gesperrt. Ob alles in Ordnung sei hat die Beamtin noch gefragt – ich hab genickt, damit sie verschwindet. – „Was soll in Ordnung sein? In Ordnung an einem Knast?! Nichts ist in Ordnung hier [hab ich gedacht]…“</p>
<p>„Mit der Blechkiste voll mit Kleidern, Bettzeug, Handtüchern und den wenigen persönlichen Dingen , die ich mitnehmen durfte, bin ich dann in die Zelle gebracht worden. Mit zwei anderen Frauen bin ich hier eingesperrt: B. ist 49 Jahre alt, ist seit etwa fünf Monaten hier und muss noch zwei Wochen bleiben. „Grund“ für ihre Haftzeit: „Betrug“. N sitzt auch wegen Betrug. Betrug gegen eine Bank. Ich hab ihr gesagt, dass ich das toll finde [also die Bank zu betrügen, nicht dass sie dafür eingeknastet wurde]. Sie ist 24 Jahre alt und hat zwei Kinder, eine ist 2 Jahre alt, die andere 8 Monate. Sie muss noch 7 Monate da bleiben. N arbeitet für 2,60 Euro die Stunde in der Küche [was hier ein guter Stundenlohn ist, die meisten bekommen für ihre Arbeit wie Nähen, „Hof und Garten“, „Hausmädchen“, Wäscherei nur so 1, 30 Euro und müssen dann Samstags in einem total überteuerten Knastshop einkaufen, wenn sie was haben wollen.“</p>
<p>„Der Fernseher läuft und ich habe die Befürchtung, dass das so bleiben wird… Meine Zellengenossin betet, ein Kopftuch und eine Brille hat sie sich dafür aufgesetzt. Sie ließt dafür immer wieder den selben Abschnitt und zählt an einer Perlenkette irgendwie ab, wie oft sie das schon getan hat.“</p>
<p>„Alle Briefe, die ich bekomme und schreibe werden zensiert [damit ist gemeint, dass Sie die Post durchlesen oder überfliegen und je nachdem Zeilen überstreichen oder die Briefe etc. zurückhalten]. Ich weiß noch gar nicht so recht, wie und was ich da schreiben soll… Die 7 Tage halte ich das aus, aber länger stelle ich mir das fürchterlich vor… Gefühle, Beziehungen, Empfindungen und Erlebnisse offenlegen…“</p>
<p>„Ich war das erste mal im Hof [jeden Tag gibt es eine Stunde Hofgang]… kam mir erst ziemlich einsam vor, bin ein paar Runden gelaufen und hab mich dann auf Steine gesetzt und den schwarz- roten Käfern beim Vögeln zugeschaut. Dann haben sich zwei Frauen in meine Nähe gesetzt, die eine wurde zuvor dabei erwischt, wie sie mit einer Frau [ihrer Freundin] auf einem anderen Hof Handzeichen macht, wir haben darüber geredet, wie beschissen diese Verbote sind und dann noch darüber, wie schlimm es ist, dass alle Briefe zensiert werden. Die eine Frau hat erzählt, wie unangenehm und erniedrigend es für sie war, als die letzte Post, die ihr Schatz an sie geschrieben hat, von den Beamtinnen gelesen wurde, sie hat sich geschämt, hat ihm danach geschrieben er solle nicht mehr so schöne Sachen schreiben, weil die Beamtinnen sich darüber lustig machen. Ich hab nach Sabine S gefragt, die andere vor mir schon im Knast kennengelernt hatten. Sie saß auch im Hof.<br />
Ich bin zu ihr hingegangen, hab sie etwas schüchtern angesprochen und Grüße ausgerichtet. Sie hat mir noch ein paar Sachen erzählt, über die Gebäude, das Duschen, den Kirchgang… [Sie wurde die kommenden Tage zu meiner Vertrauensperson. Es war so gut, wen zu haben, die ich ansprechen konnte, wenn ich nicht wusste, wie ich mich verhalten soll, bei Fragen und einfach zum reden…]“</p>
<p>„So jetzt fange ich an die „Hausordnung“ zu lesen, die mir bei der Aufnahme zum Durchlesen mitgegeben wurde. „Hausordnung“- wie verniedlichend für diese scheiß Knastregeln!</p>
<p>Auszug:</p>
<p>„Sie befinden sich hier in einer großen Gemeinschaft. Das erfordert verantwortliches Verhalten und gegenseitige Rücksichtnahme. Wir bitten Sie deshalb, die bestehenden Regeln, die auch in ihrem Interesse ergangen sind, ernst zu nehmen. Das Justizvollzugsgesetz betont Ihre Mitwirkung an der Erreichung des Vollzugsziels:<br />
Im Vollzug der Freiheitsstrafe sollen die Gefangenen fähig werden, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen.<br />
Resozialisierung kann nur gelingen, wenn Sie selbst mitarbeiten. Ihre Fähigkeit zu sozialem Verhalten und zu sozialer Verantwortung können Sie auch durch Einhaltung dieser Hausordnung beweisen.“</p>
<p>„Vorhin haben N, B und ich noch zusammen Sport gemacht. Wir lagen auf dem Boden und haben gelacht bei der Vorstellung, dass jetzt eine Beamtin rein kommt. Wir konnten uns gegenseitig ein paar Übungen zweigen. Wir haben darüber gesprochen, dass das motivierend ist, wenn mensch nicht allein Sport macht. Wir wollen das jetzt jeden Tag zusammen machen. Und nachher werden N und ich noch zusammen Simpsons gucken“</p>
<p>„Vorhin kam eine der Schließerinnen in die Zelle und forderte mich auf mit ins Büro zu kommen, denn da wäre so „komische Post“ für mich gekommen. Oh – da waren so viele wunderschöne Briefe und Karten! Allerdings musste ich alles, was beklebt war und/oder auf schon beschriebenem Papier war, aller Flyer, Zeitschriften etc. im Büro lassen.<br />
Das Lesen der Briefe tut so gut – diese unterstützenden Worte, liebevolle Gedanken, Wünsche und wertvollen Gedanken… Das gibt mir Kraft und stärkt meinen Widerstandswillen und meine Wut aufs Einsperren!<br />
[…]<br />
In den Briefen stehe öfter, dass angezweifelt würde, dass die Post ankäme. Das solle ich mal richtig stellen, denn sie hätten kein Interesse daran, Briefe zurückzuhalten. Das sei „nur“ der Fall, wenn die Post hetzerischen Inhalt hätte. – Was ist hetzerischer Inhalt? “</p>
<p>„Es ist Aufschluss… gerade saß ich in der Zelle am Tisch und habe gezeichnet, da kam I rein und als sie gesehen hat, was ich da mache hat sie mich gefragt, ob ich sie zeichnen könne. Ich bin mit auf ihre Zelle gegangen. Während ich sie zeichnete hat sie geraucht und mir von ihrem heftigen Lebensverlauf erzählt […] inzwischen hab ich so viele Zeichenaufträge! Manche wünschen sich, dass ich ihre Kinder zeichne[…]. Es sind so viele Mütter hier. Als ich heute aus dem Fenster geschaut habe, habe ich Frauen mit Kinderwagen gesehen. N hat mir gestern erzählt, dass in einem Gebäude hier Mütter mit Kindern sind. Die Kinder „können“ dort sein, bis sie drei Jahre alt sind.</p>
<p>„Weil ich gewöhnlicherweise nett bin zu Menschen, die nett zu mir sind, ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich „Danke“ sage, Türen aufhalte, „Bitte“ sage oder „Guten Morgen“… wenn ich mir dann wieder in Gedanken rufe, was für einen Job die machen und sehe und spüre wie sie in anderen Situationen handeln, dann wird mir ganz unwohl… Warum werden Beamt_innen Beamt_innen? Was haben sie für eine Ausbildung? Ist das ihr Traumberuf? Was denken die sich dabei?“</p>
<p>„Heute war ich in der Kirche. Die Kirche ist ein Ort, an dem alle Frauen aus den unterschiedlichen Gebäudebereichen zusammenkommen können. Die meisten gehen nur dort hin, um sich zu sehen, wurde mir gesagt. Die Leute aus der Untersuchungshaft sollen aber in Zukunft getrennt in der Galerie sitzen, wurde heute mitgeteilt. Viele Blicke ruhten auf den drei Kindern in der Reihe vor mir. Die fanden viele Frauen glaube ich interessanter, als das Geschwafel über Hirten und Weiden…“</p>
<p>„Vorhin kam eine Beamtin rein, sie hätten einen „Neuzugang“, ob wer von uns umziehen könne [sogenannte Neuzugänge dürfen anfangs nicht allein auf der Zelle sein, bis der Arzt das genehmigt]. Ich hab mich zögernd dazu bereit erklärt, weil ich dachte, dass es viel beschissener ist, wenn N und B auseinander müssen…“</p>
<p>„Ich war bei dem beschissenen Arschloch-Arzt Watuchek, vor dem ich schon gewarnt wurde. Mein Antrag auf meine original verpackte Zahnpasta, die sich in meinem „Habe“ befindet, wurde abgelehnt. Dann hat er den Antrag auf rohes Obst und Gemüse gelesen, in dem ich erläutert habe, dass ich vegan lebe und hier nur Brot mit Margarine und Müsli mit Wasser zu essen bekomme und beim Mittagessen eben je nach dem, was ich vom vegetarischen Gericht essen kann. Meine Gründe seien psychisch und ethisch und interessieren ihn nicht. Da bräuchte ich schon ein ärztliches Attest. Er hat meine Anträge weggelegt und mir -wie als Aufforderung zu gehen- die Hand hingehalten. „Ihnen geb ich nicht die Hand“, hab ich wütend gesagt und bin gegangen.<br />
Sabine hatte mir erzählt, dass, wenn sie wegen gesundheitlichen Problemen zu dem Arzt gehe, würde er ihr sagen: „Du bist selbst Schuld, musst Sport machen, musst Schwimmen gehen“. Was für ein scheiß Witz, wie gemein zu einer Gefangenen zu sagen, sie solle Schwimmen gehen!“</p>
<p>„Die Klospülung hier funktioniert nicht. Auf der „alten Zelle“ mussten wir ewig spülen, bis Klopapier und co im Abfluss verschwanden, hier geht’s garnicht. Nachdem eine Beamtin mit einem Handschuh das Klopapier entfernt hatte, hat sie gesagt, dass wir es jetzt einfach versuchen sollen und morgen käme dann wahrscheinlich wer, der dafür zuständig ist. Ich hab gesagt, dass wir das ja jetzt gleich testen können und hab ein Stück Klopapier ins Klo geschmissen und gespühlt. Es hat nicht funktioniert. Ich hab vorgeschlagen einen Eimer zu benutzen, den wir mit Wasser füllen können, um zu spülen. Tatsächlich ist die Beamtin auf den Vorschlag eingegangen und hat bei den „Hausmädchen“ einen Eimer angefordert. Ich fand die Situation ein bisschen lustig, weil die Beamtin mit der Situation ziemlich überfordert wirkte und ich das eigentlich ganz einfach fand. Das erinnert mich jetzt an die besetzten Häuser in Barcelona, wenn ich aufs Klo gehe… Erinnerungen sind so wichtig im Knast… mit ihnen kann Mensch sich dort drinnen sozusagen wegträumen…“</p>
<p>„Meine neue Zellengenossin redet unglaublich viel… oft ist es auch interessant aber manchmal auch anstrengend, wenn ich lesen oder schreiben will… ihr sei so langweilig ohne Fernsehen und Radio, sagt sie immer wieder. Ich hab ihr angeboten, dass sie sich ein Buch von mir leihen kann, aber lesen ist nicht ihr Ding, sagt sie. Ich kenne das Gefühl von Langeweile (noch) nicht, hab das seit etwa 15 Jahren nicht mehr gehabt. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass ich, wenn ich länger im Knast sein müsste, auch einen Fernseher haben wollen würde und auf jeden Fall einen CD-Player und ganz viel Musik. Da ist es dann eben schon auch einfacher wenn mensch eine Einzelzelle hat. In Baden- Württemberg gibt es neuerdings ein Gesetz, nachdem die Insassinnen einverstanden sein müssen, wenn sie mit anderen Frauen zusammen in eine Zelle gesperrt werden. Ist mensch aber nicht einverstanden, dann gibt es anscheinend eine lange Warteliste für Einzelzellen.“</p>
<p>„Eine Frau, die beim Mittagessen mit mir am Tisch sitzt, ist wegen Schwarzfahrens hier. 6 Mal wurde sie erwischt und hat auch die 40 Euro nicht bezahlt, erzählte sie… Das erste, was sie machen wird, wenn sie hier raus kommt: sich ein Jahresticket kaufen, hat sie gesagt…“</p>
<p>„Ich finde es ziemlich schade und traurig zu erleben wie die Frauen hier oft miteinander umgehen. Sie sind häufig so hinterlistig, beklauen sich, belügen sich und lästern… Es ist wohl auch schwierig im Knast solidarisch miteinander umzugehen, wenn mensch auch draußen keine Solidarität erlebt hat…Naja und das Knastsystem ist ja auch darauf ausgerichtet, Menschen die Emotionen, Vertrauen und Liebe zu nehmen…“</p>
<p>„Auf dem Nachthemd, das ich anhabe, steht „everything will be good“, auf einem anderen, dass ich hier bekommen habe „save me““.</p>
<p>„Sabine meinte, ich solle nicht einfach Sachen verschenken, sondern immer gleich fragen „Was krieg ich dafür“, denn sonst würde ich ausgenommen… Ich hab ihr erklärt, dass ich eben gerne schenke und sozusagen „meinen Charakter“ auch im Knast beibehalten wolle… wenn ich darüber nachdenke, würde das auf längere Zeit aber wohl nicht funktionieren. Mensch wird ja ständig von der Umgebung und dem Umfeld geprägt. Draußen, da kann ich mir oft aussuchen mit welchen Menschen ich zu tun haben möchte, wo ich mich aufhalten will und durch wen und was ich also geprägt werde… Hier drinnen passiert das unter Zwang…“</p>
<p>„Ich bin aufgeregt, wie das morgen werden wird, wenn ich wieder hier raus gehe… Nur noch einmal schlafen!… Ich freu mich so, nicht mehr ständig diese scheiß Gitterstäbe sehen zu müssen!“</p>
<p>Sowas wie ein kleines Fazit<br />
Ich wurde von zwei sehr vertrauten Freund_innen abgeholt. Schon nach der einen Woche war es für mich seltsam wieder Autos zu sehen… Ein bisschen reizüberflutend kam mir das alles vor… etwa eine Woche hab ich mich dann von der Knastwoche erholt, mit Menschen über das Erlebte gesprochen, über Gedanken und Fragen die mir während und nach der Zeit im Knast gekommen sind.<br />
Ich glaube, dass es sehr wichtig ist sich vor der Knastzeit (naja, kommt wahrscheinlich auch darauf an wie lange das ist) zu überlegen, welche Freund_innen mensch danach gerne um sich hätte und wo mensch sich gerne aufhalten will…<br />
Ich bin froh, dass ich diese Erfahrung gemacht habe, weil ich glaube, dass ich jetzt eher ein Bild davon habe, was Knast bedeuten kann und wie ich versuchen könnte, auch mit einer längeren Haftzeit umzugehen… Trotzdem ist mir bewusst, dass die Woche, mit der Unterstützung die ich hatte, so anders ist, nicht vergleichbar ist mit dem, was der Großteil der Gefangenen durchmacht…</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Karsten wird nach Uelzen verlegt</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 11:11:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Heit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Karsten]]></category>
		<category><![CDATA[Weggesperrte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Karsten wird schon heute Nachmittag zur JVA nach Uelzen verlegt.</p> Adresse für die Post: Karsten Hilsen Justizvollzugsanstalt Uelzen Breidenbeck 15 29525 Uelzen <p>Denkt ggf. an Kuverts und Briefmarken für Rückpost.</p> <p>Fragen an die JVA oder Faxe an Karsten unter: Telefon: 0581 / 802 -0 Fax: 0581 / 802 160</p> ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Karsten wird schon heute Nachmittag zur JVA nach Uelzen verlegt.</p>
<ul>Adresse für die Post:<br />
<em>Karsten Hilsen<br />
Justizvollzugsanstalt Uelzen<br />
Breidenbeck 15<br />
29525 Uelzen</em></ul>
<p>Denkt ggf. an Kuverts und Briefmarken für Rückpost.</p>
<p>Fragen an die JVA oder Faxe an Karsten unter:<br />
Telefon: 0581 / 802 -0<br />
Fax: 0581 / 802 160</p>
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		<item>
		<title>Karsten wegen Protest gegen Lubmin-Castor in der JVA Lüneburg</title>
		<link>http://weggesperrt.blogsport.eu/2012/06/05/karsten-wegen-protest-gegen-lubmin-castor-in-der-jva-luneburg/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 09:54:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Heit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Karsten]]></category>
		<category><![CDATA[Weggesperrte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Weil er sich gegen diesen Castortransport bei Lubmin in der Dezemberkälte auch wehrte, wurde heute früh der Lüneburger Antiatom- und Robin Wood Aktivist Karsten Hilsen von der Polizei festgenommen. Als Zeichen dafür, dass er weder die Strafe noch die Kriminalisierung von legitimem Protest akzeptiert, hat er sich dafür entschieden, eine Strafe in Höhe von 10 <span style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/2012/06/05/karsten-wegen-protest-gegen-lubmin-castor-in-der-jva-luneburg/">Karsten wegen Protest gegen Lubmin-Castor in der JVA Lüneburg</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Weil er sich gegen diesen Castortransport bei Lubmin in der Dezemberkälte auch wehrte, wurde heute früh der Lüneburger Antiatom- und Robin Wood Aktivist Karsten Hilsen von der Polizei festgenommen. Als Zeichen dafür, dass er weder die Strafe noch die Kriminalisierung von legitimem Protest akzeptiert, hat er sich dafür entschieden, eine Strafe in Höhe von 10 Tagessätzen nicht zu bezahlen sondern in der JVA abzusitzen. <span id="more-519"></span></p>
<p>Am 16. Dezember 2010 beteiligte sich Karsten an einer Protestversammlung an der Bahnanlage in Höhe Stillow Siedlung zwischen Greifswald und Lubmin. Vier KletteraktivistInnen, gelang es, an der Bahnanlage hoch in die Bäume zu Klettern und mit Transparenten ihren Protest kund zu tun – bis sie von einer Sondereinheit der Bundespolizei heruntergeholt wurden. Währenddessen wurden ihre UnterstützerInnen am Boden – darunter Karsten – von der Polizei in Gewahrsam genommen – rechtswidrigerweise, weil die Versammlung zuvor nicht aufgelöst wurde.<sup><a href="#fn1338889386620n" id="fn1338889386620" class="footnote">3</a></sup></p>
<p>Es folgten Klagen gegen die Polizeimaßnahmen und zwei Strafbefehle gegen Karsten Hilsen.</p>
<p>Der erste Prozess fand in Greifswald vor dem Amtsgericht am 30. Juni letztes Jahres statt.<br />
„ In der Hauptverhandlung konnten wir den Vorwurf des Widerstandes und der Beleidigung schnell entkräften, Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Polizeimaßnahmen wecken und die unwürdigen Haftbedingungen unter denen die Gefangenen abtransportiert wurden. Karsten, der immerhin 1,90 Meter groß ist und an Rücken und Knieschmerzen leidet, hatte sich gegen sein Einsperren in einer 50cm mal 50cm großen Zelle gewehrt. Aus diesem Grund kam es dann zum Prozess. Beleidigung ist nicht strafbar, wenn diese als „Sozialadäquat“ anzusehen ist. Nach einer Stellungnahme der Verteidigung zu den Tatumständen stellte das Gericht das Verfahren gegen Karsten auf Staatskosten ein. “ Erläutert die Polit-Aktivistin Cécile Lecomte, die in diesem Verfahren als Karstens Verteidigerin zugelassen worden war.<sup><a href="#fn1338889447933n" id="fn1338889447933" class="footnote">4</a></sup></p>
<p>Das Szenario sollte sich dann wenige Wochen später wiederholen. Diesmal vor dem Amtsgericht Wolgast. Karsten wurde vorgeworfen, in der Gefangenensammelstelle in Wolgast, einen Polizeiarzt, der seine Beschwerden ignorierte und ihn –so Karsten– misshandelte, beleidigt zu haben. Zum Prozess kam es aber nicht. Karsten erkrankte kurz vor dem Hauptverhandlungstermin und reichte ein Krankenattest nach. Dem zuständigen Richter reichte das Attest nicht. Dies teilte er Karsten aber nicht mit. Er verwarf einfach seinen Einspruch. Der Strafbefehl in Höhe von 10 Tagessätzen à 30 Euro wurde rechtskräftig, ohne dass sich Karsten jemals vor Gericht verteidigen konnte. Wie wichtig eine solche Verteidigung ist, hatte wenige Wochen zuvor ausgerechnet der Prozess in Greifswald gezeigt.</p>
<p>„Ich finde es gut, dass Karsten diese willkürliche Strafe nicht akzeptiert und sich weigert zu zahlen – auch wenn er dafür eingesperrt wird. So wird sichtbar, was das Justizsystem mit dem Grundsatz eines fairen Verfahrens und Gerechtigkeit zu tun hat: nämlich gar nichts! Das Strafbefehlverfahren, also das Verurteilen ohne Prozess, gibt es nur in der Deutschen Gerichtsbarkeit! Mit Rechtsstaat hat dies nichts zu tun. Das ist Willkürstaat.“ kommentiert Cécile, die am heutigen morgen zusehen musste wie Karsten durch mindestens fünf Uniformierte Polizisten festgenommen wurde.<br />
In Ihrer Empörung fährt sie fort „ Legitimen Widerstand kriminalisieren und Menschen die sich der Atompolitik von oben nicht beugen, einzusperren, dass kann der Staat gut. Wenn es dagegen um Ermittelungen gegen die Staatsgewalt geht, haben die RichterInnen keine Eile. Karsten hat gegen seine damalige Ingewahrsamnahme geklagt – diese ist für zum Teil rechtswidrig erklärt worden. Eine endgültige Entscheidung des Landgerichtes steht aber noch aus.“<sup><a href="#fn1338889514622n" id="fn1338889514622" class="footnote">5</a></sup></p>
<p>Karsten wurde zunächst zur JVA Lüneburg gebracht, er wird voraussichtlich am 13. Juni wieder entlassen.</p>
<ol class="footnotes">
<li><a href="http://de.indymedia.org/2011/01/298013.shtml">Bericht zur Aktion in Stillow Siedlung</a> [<a href="#fn1338889386620">zurück</a>]</li>
<li><a href="http://blog.eichhoernchen.fr/post/Lubmin-Castorgegner-vor-Gericht-in-Greifswald-Erfolg-Verteidigung">Bericht zu Karstens Prozess vor dem Amtsgericht Greifswald</a> [<a href="#fn1338889447933">zurück</a>]</li>
<li><a href="http://blog.eichhoernchen.fr/post/Wieder-rechtswidrige-Ingewahrsamnahme">Zum erstinstanzlichen Beschluss in der Klage der AktivistInnen, die inzwischen vor dem Landgericht anhängig ist</a>  [<a href="#fn1338889514622">zurück</a>]</li>
</ol>
<p><strong>Weitere Informationen: <a href="http://lubmin-nixda.de/">lubmin-nixda.de</a></strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Boehringergegnerin im Knast.</title>
		<link>http://weggesperrt.blogsport.eu/2012/04/19/boehringergegnerin-im-knast/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 23:08:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Heit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alissa]]></category>
		<category><![CDATA[Knast]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ab dem 20.4. sitzt erneut eine Unterstützerin der  sogenannten Boehringerprozesse im Ordnungshaft, weil sie bei einem Prozess am 13.2.2012 sich geweigert hatte, bei der Urteilsverkündung vor dem Richter aufzustehen. </p> <p>Bei einem Prozess am 13.2.2012 gegen eine Boehringerbesetzerin weigerte sich eine Aktivistin, die die Angeklagte unterstützte, zur Urteilsverkündung aufzustehen. Richter Süßenbach, der schon in den <span style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/2012/04/19/boehringergegnerin-im-knast/">Boehringergegnerin im Knast.</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ab dem 20.4. sitzt erneut eine Unterstützerin der  sogenannten  Boehringerprozesse im Ordnungshaft, weil sie bei einem Prozess am  13.2.2012 sich geweigert hatte, bei der Urteilsverkündung vor dem  Richter aufzustehen. </em></p>
<p>Bei einem Prozess am 13.2.2012 gegen eine Boehringerbesetzerin  weigerte sich eine Aktivistin, die die Angeklagte unterstützte, zur  Urteilsverkündung aufzustehen.<br />
Richter Süßenbach, der schon in den vorherigen Verfahren bewiesen  hat, dass er diese Art des Verhaltens als persönlich Beleidigung  auffasst, verhängte daraufhin ein Ordnungsgeld in Höhe von 300 Euro,  ersatzweise 10 Tage Ordnungshaft gegen Alissa W. und ließ sie  anschliessend aus dem Saal räumen. Im Nachhinein berichtigte Süßenbach  die Ersatzhaft auf 7 Tage, da ihm wohl aufgefallen ist, dass laut StPO  maximal 7 Tage Ordnungshaft verhängt werden dürfen.</p>
<p>&#8220;Der Richter verkündet das Urteil im &#8220;Namen des Volkes&#8221;, zu welchem  ich mich durch den Akt des Sich- Erhebens bekenne. Aber für mich sind  Völker Konstrukte, die das ausüben von Herrschaft über viele Menschen  erleichtern, er spricht im Namen eines Gesetzes welches ich ablehne und  er verhängt Strafe.&#8221;, kommentiert Alissa die Reaktion des Richters auf  ihre Weigerung sich zu erheben.<br />
&#8220;Ich hab mich entschieden, die Strafe abzusitzen, weil ich durch das  Bezahlen der 300 Euro einen Staat unterstütze, der die Institution &#8220;Gericht&#8221; überhaupt erst möglich macht.&#8221;, erklärt Alissa.</p>
<p>Bereits im November 2010 saß ein Unterstützer der  Boehringerbesetzer_innen 5 Tage in der JVA Leipzig, weil er sich  ebenfalls weigert vor bei der Urteilsverkündung im ersten  Boehringerverfahren aufzustehen. Auch beim zweiten Boehringerprozess  verhängte Richter Süßenbach 5 Tage Ordnungshaft gegen den Angeklagten  Andre M., weil dieser sich weigerte bei der Urteilsverkündung  aufzustehen. Die Ordnungshaft wurde sofort vollstreckt und der  Angeklagte wurde vom Gerichtssaal direkt in die JVA Hannover gebracht.</p>
<p>Alissa wird vom 20.4. bis zum 27.4.2012 die Ordnungshaft in der JVA  Schwäbisch Gmünd absitzen und freut sich über solidarische Unterstützung  wie zum Beispiel Aktionen zum Thema Knast, Justiz, Speziesismus und  generell zu Herrschaftsverhältnissen.<br />
Außerdem freut sie sich über Post und Aktionsberichte aller Art.</p>
<p><strong>Die Adresse ist:</strong><br />
<strong> Alissa Weidenfeld</strong><br />
<strong> JVA Schwäbisch Gmünd</strong><br />
<strong> Herlikofer Str. 19</strong><br />
<strong> 73527 Schwäbisch Gmünd</strong></p>
<p>Infos zu der Besetzung, den Prozess und Alissas Ordnungshaft:<br />
<a href="http://boehringerbesetzung.blogsport.de"> boehringerbesetzung.blogsport.de</a></p>
<p>Infos zu dem Prozess gegen Andre M.:<br />
<a href="http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Wieder-Tumulte-beim-Prozess-gegen-Besetzer">http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Wieder-Tumulte-beim-Prozess-gegen-Besetzer</a></p>
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		<item>
		<title>Antimilitaristin und Knastgegnerin nach 5 Wochen aus JVA entlassen</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 22:57:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Heit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Weggesperrte]]></category>
		<category><![CDATA[Hanna]]></category>
		<category><![CDATA[Knast]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Am 18.April gegen 14 Uhr wurde Hanna Poddig nach 35 Tagen aus der JVA Preungesheim entlassen. Sie blockierte im Februar 2008 einen Transport von Kriegsmaterial für die Nato-Response-Force, die weiterhin weltweit im Einsatz ist, und wurde dafür zu einer Strafe von 90 Tagessätzen à 15 Euro verurteilt. “Meine Verurteilung zeigt deutlich, dass die Gerichte die <span style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/2012/04/19/antimilitaristin-und-knastgegnerin-nach-5-wochen-aus-jva-entlassen/">Antimilitaristin und Knastgegnerin nach 5 Wochen aus JVA entlassen</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18.April gegen 14 Uhr wurde Hanna Poddig nach 35 Tagen aus der JVA Preungesheim entlassen. Sie blockierte im Februar 2008 einen Transport von Kriegsmaterial für die Nato-Response-Force, die weiterhin weltweit im Einsatz ist, und wurde dafür zu einer Strafe von 90 Tagessätzen à 15 Euro verurteilt. “Meine Verurteilung zeigt deutlich, dass die Gerichte die kriegerischen Handlungen der Bundeswehr und damit der BRD schützen. Um deutlich zu machen, dass der Staat auf unliebsamen Widerstand mit Repression antwortet, habe ich mich dazu entschlossen, mindestens einen Teil der Strafe im Gefängnis abzusitzen.“ erklärte Hanna, bevor sie ins Gefängnis ging.</p>
<p><span id="more-496"></span></p>
<p>Jetzt resümiert Hanna „Von einer Welt wie wir sie uns wünschen trennt uns noch viel mehr. Solange wenige Privilegierte über den größten Teil des Reichtums der Erde verfügen, während es den allermeißten dreckig geht, gilt es zu kämpfen. Solange Lebensräume für Profitträume zerstört werden, werden wir uns wehren.Ton Steine Scherben hatten Recht, als sie sangen „Ich bin nicht frei, denn ich kann nur wählen, welche Diebe mich bestehlen, welche Mörder mir befehlen” Dennoch freue ich mich, wieder außerhalb der Knastmauern zu sein, um gemeinsam weiter für ein schönes Leben zu kämpfen.“</p>
<p>Ihre Zeit hinter den Mauern beschreibt Hanna in vielen Momentaufnahmen. Eine davon:<br />
„Manchmal verschlägt es mir die Worte, wie hier mit Schicksalen umgegangen wird. Eine Neue kommt. Morgens um 8 kommt sie in die Eingangszelle im Offenen. Gegen halb 12 wird sie zu uns in die Eingangsstation A verlegt. Wir könnten ihr, sagen die Beamten, ja schonmal erklären, wie es hier so liefe. 2 Jahre 4 Monate muss sie rein, ist ziemlich fertig, ist erfreut, dass wir „normale Menschen“ seien (Es scheint sie zu überraschen) und dass sie im offenen Vollzug sei. Sie räumt nach einem Gespräch mit uns ihre Zelle ein, wirkt langsam etwas stabiler. Eine Stunde später wird sie verlegt – in den Geschlossenen.“<br />
Ein Symptom eines Systems, das nicht für Menschen, sondern für Profite und Machterhaltung geschaffen ist.</p>
<p>Dank breiter Solidarisierung und Unterstützung konnten wir Hanna nun freikaufen.<br />
90 Knastpat_innen haben je einen von Hannas Tagessätzen übernommen (Liste unter www.krieg.nirgendwo.info/kontakt_und_spenden/knastpatenschaft), rund 200 Briefe und Karten bekam Hanna geschickt, in verschiedenen Städten gab es Aktionen der Solidarität – von Infoveranstaltungen und Petitionen bis hin zu rosa gefärbten Panzern. „Hannas Haft war ein wichtiges Zeichen, aber jetzt wird sie hier draußen dringender gebraucht. Denn es gibt noch viel zu tun auf dem Weg in eine Welt, in der Krieg, Unterdrückung und Knäste nicht möglich sind!“, so Christof aus der Unterstützergruppe.</p>
<p>Wir wollen an dieser Stelle explizit darauf hinweisen, dass die meisten anderen Frauen, mit denen Hanna die letzten Wochen verbracht habt, leider nicht diese Unterstützung haben und rufen dazu auf, auch anderen Gefangenen, z.B. durch Brieffreundschaften, klare Positionierungen und Aktionen gegen Knäste zur Seite zu stehen. Vom 7.-10. Juni wird es zudem ein Treffen geben, in dem eine Kampagne „Für eine Welt ohne Knast &amp; Strafe“ ins Leben gerufen werden soll.</p>
<p>Kontakt und weitere Informationen:<br />
krieg@nirgendwo.info<br />
0175-9767027<br />
<a href="http://www.welt-ohne-strafe.de.vu"> www.welt-ohne-strafe.de.vu</a></p>
<p>Fotos von <a href="http://krieg.nirgendwo.info/">http://krieg.nirgendwo.info/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/files/2012/04/2012-04-18-Hanna_Entlassung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-497" src="http://weggesperrt.blogsport.eu/files/2012/04/2012-04-18-Hanna_Entlassung.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a><a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/files/2012/04/2012-04-18-Hanna_Entlassung2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-498" src="http://weggesperrt.blogsport.eu/files/2012/04/2012-04-18-Hanna_Entlassung2.jpg" alt="" width="600" height="746" /></a><a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/files/2012/04/2012-04-18-Hanna_Entlassung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-497" src="http://weggesperrt.blogsport.eu/files/2012/04/2012-04-18-Hanna_Entlassung.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Antimilitaristin seit heute in der JVA Frankfurt III</title>
		<link>http://weggesperrt.blogsport.eu/2012/03/15/antimilitaristin-seit-heute-in-der-jva-frankfurt-iii/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 18:38:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Heit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Weggesperrte]]></category>
		<category><![CDATA[Hanna]]></category>
		<category><![CDATA[Knast]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ungewöhnliche Szenen vor dem Gefängnis</p> <p>Am frühen Nachmittag des 15.März 2012 verabschiedeten Freund_innen und Sympathisant_innen Hanna Poddig, die ab dem heutigen Donnerstag eine Ersatzfreiheitsstrafe absitzt, mit Transparenten, Kreidesprüchen und Sprechchören. Die Antimilitaristin wurde für die Blockade eines Bundeswehrtransportzuges zu einer Strafe von 90 Tagessätzen verurteilt. Die damals 22-jährige kettete sich im Februar 2008 an die <span style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/2012/03/15/antimilitaristin-seit-heute-in-der-jva-frankfurt-iii/">Antimilitaristin seit heute in der JVA Frankfurt III</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline"><strong>Ungewöhnliche Szenen vor dem Gefängnis</strong></span></p>
<p>Am frühen Nachmittag des 15.März 2012 verabschiedeten Freund_innen und Sympathisant_innen Hanna Poddig, die ab dem heutigen Donnerstag eine Ersatzfreiheitsstrafe absitzt, mit Transparenten, Kreidesprüchen und Sprechchören. Die Antimilitaristin wurde für die Blockade eines Bundeswehrtransportzuges zu einer Strafe von 90 Tagessätzen verurteilt. Die damals 22-jährige <a href="http://krieg.nirgendwo.info/2008/03/01/2008-militartransport-durch-ankettaktion-gestoppt/">kettete sich im Februar 2008 an die Gleise</a> und brachte den Zug zum Stehen.<br />
&#8220;Es ist reine Propaganda, bei Einsätzen schwer bewaffneter Militärs vAon humanitären Einsätzen zu reden. Es geht dabei schlicht um den Ausbau von wirtschaftlichen Einflussgebieten“, erklärt sie. „Mir reicht es nicht, Schilder hochzuhalten. Angesichts des alltäglichen Kriegszustands und der stetigen Meldungen über weitere Todesopfer durch die Auslandseinsätze finde ich es naheliegend, auch in Zukunft Sand im Getriebe zu sein und mich dem Normalzustand in den Weg zu stellen.“</p>
<p><span id="more-489"></span></p>
<p>Da eine Verfassungsbeschwerde wegen Verletzung des Grundrechtes auf Versammlungsfreiheit nicht zur Entscheidung angenommen wurde, stand Hanna vor der Wahl, zu zahlen oder ersatzweise ins Gefängnis zu gehen.<br />
„Ich bin in der glücklichen Lage, ein solidarisches Umfeld zu haben und mich jederzeit freikaufen zu können. Dennoch will ich einem Staat, der weiterhin Angriffskriege in aller Welt führt, kein Geld geben.“, so die Aktivistin. &#8220;Meine Verurteilung zeigt deutlich, dass Gerichte die kriegerischen Handlungen der Bundeswehr und damit der BRD schützen. Um deutlich zu machen, dass der Staat auf unliebsamen Widerstand mit Repression antwortet und ich mich nicht beugen lasse, habe ich mich dazu entschlossen mindestens einen Teil der Strafe im Gefängnis abzusitzen.“</p>
<p>Es geht nämlich nicht nur um Kritik an Krieg und Militär. Der gesamte strafende Staat steht am Pranger. „Ein Blick in das Strafgesetzbuch, aber auch die Praxis von Justiz und Knast zeigen, dass eben jene nicht die Menschen schützen sollen, sondern die öffentliche Ordnung, Besitz- und Machtverhältnisse. Auch die verbreitete Logik bei der Aburteilung, dass Geständnisse und Reue die Strafe mildern, heißt umgekehrt, dass mit einer höheren Bestrafung rechnen muss, wer dem Gericht widerspricht und sich z.B. weiter für unschuldig hält. Damit werden systematisch Duckmäuser produziert. Rückgrat wird bestraft, Unterwerfung belohnt &#8211; eine Abrichtung wie bei Hunden.“, echauffiert sich ein junger Mann, der nach Frankfurt gekommen ist, um Hanna bei ihrem Gang hinter die Mauern zu begleiten.</p>
<p>Es ist kein Einzellfall, dass kritische Menschen vom Staat eingesperrt werden. Die Antiatomaktivistin Franziska wurde Ende letzten Jahres an gleicher Stelle ebenfalls wegen einer Ankettaktion <a href="http://knast.blogsport.de/2011/12/25/antiatomaktivistin-aus-haft-entlassen//">für zweieinhalb Monate eingesperrt</a> &#8220;Ich finde es wichtig, sich mit der Verfolgung von widerständigen Menschen zu solidarisieren, aber ebenso wichtig ist es, die Grundforderung nicht zu vergessen: Freiheit für alle Gefangenen!&#8221;, so eine Begleiterin Hannas. „Knast und Strafe dienen nicht den Menschen, sondern der Macht des Staates.“</p>
<p><span style="text-decoration: underline"><strong>Weitere Informationen:</strong></span></p>
<p><a href="www.welt-ohne-strafe.de.vu">krieg.nirgendwo.info</a><br />
krieg@nirgenwo.info<br />
0174-7433522<br />
<a href="www.welt-ohne-strafe.de.vu">www.welt-ohne-strafe.de.vu</a></p>
<p><em>Die Fotos dürfen mit Quellenangabe verwendet werden</em></p>
<p><a href="http://krieg.nirgendwo.info/files/IMG_1939.jpg"> <img src="http://krieg.nirgendwo.info/files/IMG_1939-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Kreide vor dem Knast 1</p>
<p><a href="http://krieg.nirgendwo.info/files/IMG_1947.jpg"> <img src="http://krieg.nirgendwo.info/files/IMG_1947-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Kreide vor dem Knast 2</p>
<p><a href="http://krieg.nirgendwo.info/files/IMG_1960.jpg"><img src="http://krieg.nirgendwo.info/files/IMG_1960-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Sackgasse Strafe</p>
<p><a href="http://krieg.nirgendwo.info/files/IMG_1959.jpg"><img src="http://krieg.nirgendwo.info/files/IMG_1959-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><br />
An der Pforte</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aktist wird rechtswidrig festgelegte Strafe nicht zahlen</title>
		<link>http://weggesperrt.blogsport.eu/2012/03/08/aktist-wird-rechtswidrig-festgelegte-strafe-nicht-zahlen/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 19:23:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Heit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ex-Weggesperrte]]></category>
		<category><![CDATA[Karsten]]></category>
		<category><![CDATA[Weggesperrte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Lüneburger Anti-Atom-Aktivist Karsten Hilsen hat gestern eine neue Einladung in den Knast erhalten. Diesmal geht es um zehn Tage Haft aufgrund einer Geldstrafe in Folge eines Castorprotestes. </p> Hintergrund: <p>Beim Castor nach Lubmin im Dezember 2011 wurde Karsten von den Bullen rechstswidrig festgenommen und in die &#8220;Gesa&#8221; in Wolgast verschleppt. Beim Transport und vor <span style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/2012/03/08/aktist-wird-rechtswidrig-festgelegte-strafe-nicht-zahlen/">Aktist wird rechtswidrig festgelegte Strafe nicht zahlen</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Lüneburger Anti-Atom-Aktivist Karsten Hilsen hat gestern eine neue Einladung in den Knast erhalten. Diesmal geht es um zehn Tage Haft aufgrund einer Geldstrafe in Folge eines Castorprotestes. <span id="more-482"></span></p>
<h3>Hintergrund:</h3>
<p>Beim Castor nach Lubmin im Dezember 2011 wurde Karsten von den Bullen rechstswidrig festgenommen und in die &#8220;Gesa&#8221; in Wolgast verschleppt. Beim Transport und vor allem bei der Aufnahme in der Gesa wurde er von Polizeibeamten äußerst brutal misshandelt und gequält. Deshalb forderte er umgehend zu einem Arzt zu dürfen. Eine &#8220;Behandlung&#8221; durch den anwesenden Polizeiarzt lehnte er ab. Dadurch fühlte der Mann sich beleidigt. Selbstverständlich gibt es keine neutralen Zeugen.</p>
<p>Gegen den folgenden Strafbefehl wegen Beleidigung hatte Karsten fristgerecht Widerspruch eingelegt. Akteneinsicht wurde dem Aktivisten konsequent verweigert.<br />
Da Karsten einen Tag vor der Hauptverhandlung erkrankte, musste er der Verhandlung fernbleiben und reichte zum Nachweis ein ärztliches Attest ein. Dieses reichte dem vorsitzenden Richter allerdings zur Glaubhaftmachung der Entschuldigung nicht aus, so dass er Karstens Widerspruch gegen den Strafbefehl ohne Verhandlung verwarf. Ein Antrag des Beschuldigten auf Widereinsetzung in den vorherigen<br />
Stand wurde abgelehnt. Damit ist Karsten verurteilt, ohne zu den Vorwürfen Stellung nehmen zu können. Dies widerspricht dem Grundrecht auf rechtliches Gehör.</p>
<p>Karsten Hilsen hat der Staatsanwaltschaft bereits mitgeteilt, dass er die rechtsstaatswidrig ohne Hauptverhandlung festgelegte Geldstrafe nicht zahlen wird.</p>
<p><span style="text-decoration: underline"><strong>Übrigens:</strong></span><br />
Parallel hat er auf Feststellung der Rechtswidrigkeit der Polizeihandlung geklagt. Diesbezüglich gab es eine Anhörung am Amtsgericht Wolgast. Das Gericht hatte ursprünglich eine Entscheidung bis 01.01.2012 versprochen, lässt sich nun aber offenbar Zeit.<br />
Eine Entscheidung wird Karsten wohl erst erfahren, wenn er wieder aus dem Knast entlassen ist&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Franziska am 21.12.2011 entlassen</title>
		<link>http://weggesperrt.blogsport.eu/2011/12/21/franziska-am-21-12-2011-entlassen/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 20:21:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Heit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Franziska]]></category>

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		<description><![CDATA[Franziska wurde am Mittwoch, den 21.12, aus dem Knast entlassen und von mehreren Freund_Innen abgeholt. Ihre geht es soweit gut. <p>Das ist schonmal ganz gut, aber noch lange kein Grund jetzt die Füße hoch zulegen, denn es sind immer noch tausende von Menschen eingesperrt, Atomkraft, Polizei, Staaten und vieles mehr, was agbeschafft gehört, existieren leider <span style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/2011/12/21/franziska-am-21-12-2011-entlassen/">Franziska am 21.12.2011 entlassen</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>Franziska wurde am Mittwoch, den 21.12, aus dem Knast entlassen und von mehreren Freund_Innen abgeholt. Ihre geht es soweit gut.</div>
<p>Das ist schonmal ganz gut, aber noch lange kein Grund jetzt die   Füße hoch zulegen, denn es sind immer noch tausende von Menschen  eingesperrt, Atomkraft, Polizei, Staaten und vieles mehr, was  agbeschafft gehört, existieren leider immer noch. Der Kampf ist noch  lange nicht vorbei.</p>
<p>Vielen Dank für eure Unterstützung.</p>
<p>Hintergrund:</p>
<ul>
<li><a href="http://bloxberg.blogsport.de/">http://bloxberg.blogsport.de/</a></li>
<li>hier <a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/2011/10/12/haft-fur-anti-atom-aktivistin/">im Blog</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Haft für Anti-Atom-Aktivistin</title>
		<link>http://weggesperrt.blogsport.eu/2011/10/12/haft-fur-anti-atom-aktivistin/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 00:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Heit</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ex-Weggesperrte]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska]]></category>
		<category><![CDATA[Knast]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Am Freitag, den 14.10.2011 geht Anti-Atom-Aktivistin Franziska für 2,5 Monate in Haft. Hintergrund ist die Blockade eines Atommülltransportes in das niedersächsische Gorleben im November 2008.</p> <p></p> <p>&#160;</p> Die Aktion: <p>Drei Anti-Atom-AktivistInnen hatten sich damals auf der Castorstrecke bei Wörth – kurz hinter der deutsch-französischen Grenze – in einem Betonblock unter den Gleisen festgekettet. Während der <span style="color:#777"> . . . &#8594; Read More: <a href="http://weggesperrt.blogsport.eu/2011/10/12/haft-fur-anti-atom-aktivistin/">Haft für Anti-Atom-Aktivistin</a></span>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Freitag, den 14.10.2011 geht Anti-Atom-Aktivistin Franziska für 2,5 Monate in Haft.<br />
Hintergrund ist die Blockade eines Atommülltransportes in das niedersächsische Gorleben im November 2008.</strong></p>
<p><img src="http://bloxberg.blogsport.de/images/1831d2f949.jpg" alt="" width="400/" /></p>
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<h4>Die Aktion:</h4>
<p>Drei Anti-Atom-AktivistInnen hatten sich damals auf der Castorstrecke bei Wörth – kurz  hinter der deutsch-französischen Grenze – in einem Betonblock unter  den Gleisen festgekettet. Während der 12 Stunden, die die Polizei brauchte, um  die Aktivist_innen aus dem Gleis zu holen, musste der Zug in Lauterbourg  warten. <span id="more-460"></span></p>
<p>Dies war eine der längsten Einzelblockaden durch Kleingruppen in der Geschichte des Castorwiderstandes. Die Effektivität von Ankettvorrichtungen in Betonblocks hatte sich schon Jahre vorher gezeigt, als Leute mit einer änlichen Aktion im wendländischen Süschendorf den Zug 16 Stunden aufhielten. Auch die jährlichen Ankettaktionen der Bäuerlichen Notgemeinschaft zeigen eine ähnliche Effektivität. Derartige Einzelaktionen sind im Zusammenspiel mit einem vielfältigen, bunten und breiten Protest elementar für den Castorwiderstand.</p>
<p><img src="http://bloxberg.blogsport.de/images/IMG_0008.JPG" alt="" width="400" /></p>
<p>Die beteiligten Aktivist_innen begründeten die Aktion mit der Störfall-Gefahr, der ungeklärte Endlagerfrage, den Todesfällen durch die beim Uranabbau freiwerdende Strahlung und den unweigerlichen Zusammenhang zwischen militärischer und sog. &#8220;friedlicher&#8221; Nutzung der Atomenergie durch das bei der Wiederaufbereitung anfallende Plutonium. Als Alternative nannten sie den Aufbau einer dezentralen Stromerzeugung aus regenerativen Energien.</p>
<p>Details zum Ablauf und Hintergrund der der Aktion finden sich unter <a href="http://bloxberg.blogsport.de/die-aktion/">bloxberg.blogsport.de/die-aktion/</a>.</p>
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<h4>Prozessverlauf:</h4>
<p>Am 06. Oktober 2010 die beiden Angeketteten sowie die vier der Beihilfe beschuldigten Personen erstmalig aufgrund des Vorwurfs der Nötigung bzw. der Beihilfe zur Nötigung vor Gericht. Am zweiten Verhandlungstag, zwanzig Tage teilte die Staatsanwaltschaft offiziell mit, dass zusätzlich der Strafvorwurf der „Störung öffentlicher Betriebe“ nach § 316b StGB in Betracht käme. Als das Gericht und die Staatsanwaltschaft im November 2010 fernmündlich zustimmten im Gegenzug zumindest vier der  sechs Verfahren einzustellen, zogen die beiden Angeketteten Florian und Franziska ihre  Einsprüche zurück um allen Beteiligten ein auwändiges Verfahren zu  ersparen.</p>
<p>Mehr zu Strafverfolgung und Prozessverlauf ist hier nachzulesen: <a href="http://bloxberg.blogsport.de/repressionen/">bloxberg.blogsport.de/repressionen/</a></p>
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<h4>Haft:</h4>
<p>Franziska sitzt &#8220;ihre&#8221; Strafe ab dem 14.10.2011 in der JVA Frankfurt III (60435 Frankfurt am Main, Obere Kreuzäckerstraße 4) ab. Zum Haftantritt am Freitag läd sie ab 14:00 Uhr zur öffentlichen Verabschiedung vor der JVA ein. Bringt bunte Kreide, leuchtende Wendlandsonnen und gute Laune mit um für einen Farbtupfer zu sorgen, bevor Franziska hinter grauen Mauern verschwindet.</p>
<p>Ihr könnt die Aktivistin auf viele Arten unterstützen. Schreibt Briefe, verteilt Flyer, macht eigene Aktionen, etc. Mehr zu den Unterstützungsmöglichkeiten hier: <a href="http://knast.blogsport.de/unterstuetzung/">knast.blogsport.de/unterstuetzung/</a></p>
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